22.05.2011 - Höhlenrettung Bismarckgrotte

 

Hersbruck/Lauf - In gewohnter, beispielhafter Zusammenarbeit haben die Höhlenretter der Höhlenrettungswache BW-Lauf und der Höhlengruppe der Feuerwehr Hersbruck zusammen einen erschöpften Vater mit seiner 12-jährigen Tochter aus der Bismarckgrotte zwischen Neuhaus und Achtel gerettet. Eine Zeitabsprache des Höhlengängers war rettend !

Am Samstagabend wurden gegen 21:30 Uhr die Rettungskräfte im Nürnberger Land zu einer Höhlenrettung in die Bismarckgrotte alarmiert.

Ein Mann war mit einem 12 Jahre alten Kind gegen 16:00 Uhr in die Bismarckgrotte zwischen Achtel und Neuhaus eingestiegen.

Sie vereinbarten mit der Lebensgefährtin eine Rückkehr um 21:00 Uhr – geschieht dies nicht, solle sie die Rettungskräfte verständigen.

Um 21:20 Uhr wurde ein Bergwachteinsatzleiter darüber Informiert, daß sich die Beiden vermutlich noch in der Höhle befinden und auf Hilfe angewiesen sind.

In Begleitung der Lebensgefährtin der Vermissten rückte dieser mit einem Bergwachtfahrzeug von Velden zur nahe gelegenen Höhle aus.

Da der Wagen der Beiden noch auf dem Parkplatz stand, wurde über die ILS Nürnberg Höhlenalarm ausgelöst.

Diese alarmierte den Einsatzleiter der Bergwacht, die Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Lauf, die Höhlengruppe der Feuerwehr Hersbruck sowie Polizei und Rettungsdienst.

Nach kurzer Suche konnten die Beiden im Ausgangsbereich der Höhle in etwa 10meter Tiefe am Schachtfuß vorgefunden werden. Beide konnten die Höhle aus eigener Kraft nicht mehr verlassen. Durch die Einsatzkräfte von Bergwacht und Feuerwehr wurden diese per Seiltechnik gesichert und begleitend zurück an´s Tageslicht gebracht.

Hervorzuheben ist das sehr besonnene Handeln der beiden Höhlengeher – durch ihre Absprache mit der Lebensgefährtin sowie das Warten auf die Einsatzkräfte ohne sich selber weiter in Gefahr zu bringen konnte weiterer Schaden verhindert werden.

Höhleneinsätze sind eine sehr aufwendige und nicht ungefährliche Aufgabe für alle Retter – Die Gemeinschaft der Höhlenretter der Bergwacht Lauf und der Feuerwehr Hersbruck hat sich wieder einmal sehr gut bewährt. Dies war bereits der vierte Einsatz seit Bestehen der Höhlenrettung im Nürnberger Land.

Nach 3 Stunden war der Einsatz beendet.

 

Eingesetzte Kräfte:

Bergwacht Lauf 40/1

Bergwacht Lauf 40/2

Bergwacht Lauf 40/3

Florian Hersbruck 11/1

EL Berg – Hersbrucker Schweiz 10

ELRD

KBI Herrmann

Polizei

Rettungsdienst mit NEF und RTW
EL Berg – Oberpfälzer Wald - INFO

Bericht / Fotos: Häusler (Höhlenrettungswache BW-Lauf)