01.01.2012 - Jahresrückblick

 
Hersbruck - Wieder haben die über hundert freiwilligen Helfer der Feuerwehr Hersbruck ein stressiges Jahr hinter sich gebracht. Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es kein Jahr in dem mehr mit 155 Einsätzen abgeleistet werden mussten. Gemäß dem Leitspruch Retten - Löschen - Bergen - Schützen  wurden wieder zum Wohle der Bevölkerung Hersbrucks und dessen Umland wertvolle Freizeit, nicht nur bei Einsätzen eingebracht.
Von Befreien von lebensbedrohlich Verletzten bis zum Personentransport von Bahngästen, von Großfeuer bis zum Schmorgeruch, von der Leichenbergung bis zum Fahrrad aus der Pegnitz, von Gefahrgutunfall bis zur tropfenden Ölwanne nach Verkehrsunfall, waren die Ehrenamtlichen bei 155 Einsätzen gefordert. Zu dem kamen noch die Einsätze der in Hersbruck stationierten Spezialkräfte für Großschadenslagen -die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung- sowie für die Spezialisten für "Unter Tage", die H
öhlenGruppe Feuerwehr Hersbruck hinzu.
Alles in Allem brachten die freiwilligen Feuerwehrmänner der Feuerwehr Hersbruck im Jahr 2011 insgesamt über 3000 Stunden ihrer Freizeit ein, um Anderen zu helfen.

Januar (7 Einsätze)

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren durften die 100 freiwilligen Helfer der Feuerwehr Hersbruck mal ungestört den Jahreswechsel feiern. Zwar wurden sie am 31. Dezember am frühen Abend noch zu einem brennenden Altkleidercontainer gerufen, die Nacht verlief aber alarmfrei.
Zu Jahresbeginn gab es einige Wasserschäden verursacht durch Schnee zu beseitigen. Nachdem zur Monatsmitte hin eine Ölspur auf der Ostbahnstraße zu beseitigen war, verursachte ein Brandgeruch im Treppenhaus eines Wohn- und Geschäftshauses im Lohweg Aufregung für dessen Bewohner. Nach einer längeren Erkundung ergab sich, daß in den am Treppenhaus angrenzenden Lagerräumen eines Discounters der Motor eines Kühlaggregats durchgebrannt war und der Geruch durch eine Brandschutztür ins Treppenhaus gelang.
Das Treppenhaus wurde gelüftet, die sicherheitshalber ausgerüsteten Stoßtrupps konnten wieder abrüsten und die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
zum Bericht

Nach dem Beseitigen einer weiteren Ölspur, mußte am Monatsende ein brennender Altkleidercontainer in der Happurger Straße abgelöscht werden.
Trotz des „ruhigen“ Januars verursachten die sieben Einsätze, welche allesamt zu Wochentagen und normalen Arbeitszeiten anfielen,insgesamt Fehlzeiten an den Arbeitsplätzen der Helfer von ca. 100 Stunden.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den Arbeitgebern bedanken die dadurch in besondere Weise soziale Verantwortung zeigen und das freiwillige Engagement der Helfer unterstützen. Auch wenn das Gesetz vorgibt, daß Mitglieder der Feuerwehr für Einsatzzwecke von der Arbeit zu befreien sind, ist dies als Arbeitgeber sicher nicht einfach umzusetzen. Die Bevölkerung und vor allem die Betroffenen danke es ihnen!

Februar (5 Einsätze)

Der Februar war mit fünf Einsätzen der erholsamste des Jahres 2011. Am 05.02. brannte eine Garage in Engelthal. Die Engelthaler Feuerwehr bekam den Brand aber schnell in Griff. Die in Bereitschaft stehenden Hersbrucker Wehrmänner konnten wieder einrücken. Bei einer Verpuffung mit Brandfolge einer Heizungsanlage in Henfenfeld, war u.a. auch die Hersbrucker Wärmebildkamera im Einsatz. Durch dieses Spezialgerät lässt sich auf einem integrierten Bildschirm Wärme darstellen. Lebensrettend, wenn noch Personen in verqualmten Räume vermutet werden. Aber auch die Schadensein- und Begrenzung kann dadurch bewirkt werden. Wo man sonst Decken in Wohnungen oder Verschalungen an Fabrikgebäuden eröffnen mußte kann mit dieser Kamera eine Glutnestersuche ohne Eröffnung durchgeführt werden und so z.B. die Produktion wieder schneller freigegeben werden.

Mehr als einen Schutzengel muss ein junger Henfenfelder am Abend des 26. Februar auf seiner Seite gehabt haben. Durch einen Fahrfehler kam er von der Fahrbahn ab, prallte gegen einige Bäume und schließlich überschlug er sich auch noch. Freunde leisteten beherzt Erste Hilfe und retteten ihn aus dem Wrack.

 
Die mit dem Stichwort „Verkehrsunfall, Person nach Überschlag eingeklemmt“ alarmierte Feuerwehr Hersbruck konnte sich glücklicherweise nur auf das Absichern und Ausleuchten der Unfallstelle für die polizeiliche Unfallaufnahme beschränken. Zum Bericht

 
März (14 Einsätze)

Während die ersten zwei Monate relativ wenig und an normalen Tageszeiten die Feuerwehr beschäftigten, kam es im März dann grad andersrum. Viele der Märzeinsätze waren zeitaufwendig und meist in der Freizeit.
Nicht das letzte Mal im März mußten die Hersbrucker nach Pommelsbrunn ausrücken. Ursächlich war dieses Mal ein Kaminbrand in der Nürnbergerstraße. Drei Tage später stürzte ein Bauarbeiter in Vorra aus mehreren Metern Höhe in den Innenhof eines Neubaus. Hier zeigte sich wieder mal wie gut die Blaulichtfamilie funktioniert. Ein direkter Zugang zur Unfallstelle mittels Krankentrage bestand nicht. Manpower und technische Ausrüstung war gefragt. Hand in Hand arbeiteten die FF Vorra, die FF Hersbruck, die Firstrespondergruppe Vorra, Notarzt, der Rettungsdienst ASB und die Besatzung des ADAC-Rettungshubschrauber Christoph20 und konnten den schwerverletzten letztendlich den gelben Engeln übergeben. ...z
um Bericht

Morgens, um kurz nach Vier wurden die Mitglieder der Feuerwehren aus Pommelsbrunn, Hohenstadt, Hartmannshof und Hersbruck aus dem Schlaf gerissen. „Rauch aus Wohnung, Am Bahnhof, Pommelsbrunn“ meldete die Leitstelle Nürnberg.
Ebenfalls früh morgens gings dann einen Tag später wieder nach Pommelsbrunn.
Eigentlich war der Löschzug der FF Hersbruck zu einem Zimmerbrand in der Nürnbergerstraße in Pommelsbrunn ausgerückt. An der Einsatzstelle angekommen, nahm Kommandant Uwe Holzinger zur Lageerkundung Kontakt mit dem örtlichen Kommandanten auf. Die Familie der Wohnung konnte sich bereits selbst retten. Der Brand konnte aufgrund des schnellen Eingreifens der Ortswehr ohne größeren Schaden abgelöscht werden.
Indessen informierte ein Mitarbeiter einer nahegelegenen Folienfabrik den Gruppenführer des Hilfeleistungslöschfahrzeugs, daß die Einsatzstelle des Maschinenbrands sich woanders befindet.
Bisher war dieser Einsatz aber den Einsatzkräften noch nicht bekannt.
Nach Absprache mit Kreisbrandinspektor Herrmann, rückte der Löschzug Hersbruck daraufhin an die zweite Einsatzstelle ab. Alle weiteren Maßnahmen beim "Zimmerbrand" übernahm KBM Weidinger und der örtliche Kommandant.

Die Erkundung in der Fabrik ergab, daß ein Staplerfahrer versehentlich mit seiner Gabel die Handauslösung der CO²-Löschanlage ausgelöst hatte. Diese stoß dann das Löschmittel Kohlendioxyd, wie für den Brandfall vorgesehen, in die abgekapselte Maschine und löste automatisch dabei Feueralarm aus.

 
Ein Meßtrupp stellte unter Zuhilfenahme von Prüfröhrchen außerhalb der Maschine keine erhöhte CO² Konzentration fest.
Innerhalb der Abkapselung konnte ein weit über dem Einsatztoleranzwert liegender Farbausschlag auf den Messröhrchen festgestellt werden.
Die Löschanlage wurde außer Dienst gestellt und die firmeninterne Maschinenentlüftung eingeschaltet. ...zum Bericht
 
Die folgenden Einsätze im März standen ganz unter dem Zeichen der Rettung. Fingerspitzengefühl war gefragt um mit dem Spezialwerkzeug für Tür- und Fensteröffnung dem Rettungsdienst Zugang zu einer Wohnung zu verschaffen. Vermutet wurde ein Unglücksfall.
Wenige Tage später forderte nachts um 02:14 Uhr der Rettungsdienst wieder die Hilfe der Feuerwehr an. Manpower war gefragt, um eine übergewichtige Person aus ihrer Wohnung ins Rettungsdienstfahrzeug zu bringen.
Nachdem die Helfer zu einem Motorradunfall, bei dem sie aber weiter nicht tätig werden mussten alarmiert wurden, kam der Einsatz aller Einsätze was Kinderaugen betrifft. Katze muss von Baum gerettet werden.

Zu Land, zu Wasser und in der Luft“, hat eine Vermisstensuche stattgefunden. Die Retter wollten eine 90-jährige Hersbruckerin finden, die vermutlich in die Pegnitz gefallen war.
Kreisbrandrat Norbert Thiel stand an der Spitze von etwa 120 Einsatzkräften von Feuerwehr Hersbruck, BRK, Wasserwacht und Polizei. Es bestand der Verdacht, daß eine Seniorin in die Pegnitz gestürzt war. Sie hatte in ihrem Garten mit Zugang direkt zum Fluss gearbeitet. Als ihre Tochter nach ihr sah, war von der alten Dame keine Spur mehr. Nur noch ihr Gehstock lag am Pegnitzufer.

Die Suche wurde Ergebnislos in der Nacht abgebrochen. Mehrere Tage später fanden Taucher der Polizei die Dame in der Nähe der Kläranlage. ...zum Bericht

Ihre Aufgabe hat die Brandmeldeanlage eines kartonverarbeitenden Betriebs in der Leutenbachstraße zur Vesperzeit des 31. März erfüllt. Die Anlage detektierte den Brandrauch, welcher aus einem Staplerbrand entstand und warnte gleichzeitig auch die Betriebsangehörigen. Diese griffen beherzt ein und konnten den Entstehungsbrand soweitablöschen, daß ein Eingreifen der Feuerwehr nicht mehr notwendig war.

April (14 Einsätze)

Als „Aprilscherz“ lief der Brandmelder der Fackelmanntherme am 1. April bei der Leistelle ein. Nach kurzer Erkundung stellte sich heraus, daß es sich um einen Fehlalarm handelte. In der darauffolgenden Nacht am frühen Samstagmorgen um 2:13 Uhr musste ein brennender Mülleimer am rechten Bahnhof abgelöscht werden. Kurz vor dem Mittagessen, ereignete sich an der Abbiegung zur Friedrichstraße ein Verkehrsunfall bei dem Feuerwehrdie auslaufenden Kraftstoffe, Öle und Kühlmittel binden musste.
Fast zeitgleich wie in der vergangenen Nacht, rissen die Meldeempfänger und die Sirenen die Helfer der Feuerwehren Henfenfeld, Engelthal, Altensittenbach und Hersbruck aus dem Schlaf. In Henfenfeld steht ein Backhaus in Vollbrand.

Aufgrund des unklaren Notrufs, was unter einem Backhaus zu verstehen ist, rückten die Wehren in Richtung Mühlstraße aus. An der Einsatzstelle angekommen, stellte sich heraus, daß es sich um einen gemauerten Brotbackofen handelt. Die Henfenfelder Kameraden nahmen sofort zwei Rohre vor und konnten sowohl das angrenzende Wohnhaus schützen, wie auch den Brand schnell ablöschen. ... zum KFV-Bericht

Am darauf folgenden Dienstag brannte in Pommelsbrunn ein Gartenhaus. Die angerückten Einheiten der Feuerwehr Hersbruck wurden an der Einsatzstelle aber gleich vom KBR wieder heimgeschickt. Das Kleinfeuer konnte von der Ortswehr selbstständig gelöscht werden.

Als ein Heizöltanklastzug in Oberndorf bei Reichenschwand feststellte das ein Ventil undicht ist, verständigte er die Polizei und die Reichenschwander Feuerwehr. Diese forderte dann den Hersbrucker Rüstwagen und die Gefahrgutausrüstung nach. Um die Leckage zumindest provisorisch abdichten zu können war der eigentliche Plan, das daneben angebrachte Pneumatikventil drucklos zu schalten.

Hier hat sich wiedermal die Stärke der Freiwilligen Feuerwehr bewiesen. Aus jedem Fachgebiet stammen die Helfer. Vom Bänker bis zum Schlosser, vom Verwaltungsfachangestellten bis zum Feinmechaniker. Und genau dieser erkannte dann auch, daß an dem Dreiwegeventil, welches die Überströmkupplung eigentlich unter Druck schließen sollte, einfach nur der Druckluftschlauch eingerissen war. Der Schlauch konnte um den Riss gekürzt werden und das Ventil schloss den Dichtsitz wieder ab. ...zum Bericht

Am 16. April begann dann eine kleinere Serie an Alarmierungen zu verschiedenen Feuern.
Die alarmierten Hersbrucker brauchten wieder mal nicht Eingreifen als in Pommelsbrunn eine starke Rauchentwicklung am Waldrand, was sich letztendlich als genehmigter Abbrand von Holz herausstellte, eingreifen.
Am darauffolgenden Tag brannte auf dem ehemaligen Quelleareal ein Container mit Papier.
Vor Ort konnte vom Gruppenführer des Löschfahrzeugs schnell festgestellt werden, daß es sich um einen größeren Container handelte, der auch eine Presse für das Papier und die Pappe beinhaltete. Da der gesamte Inhalt gepresst und komprimiert war, mußte der Container geöffnet und ausgeräumt werden.

Unter schwerem Atemschutz wurde der Container gewaltsam geöffnet und der Inhalt von ca. 10 Kubikmetern ausgeräumt und abgelöscht. Hierzu wurde auch ein Schwerschaumrohr eingesetzt. ...zum Bericht

In der nächsten Nacht brannten in der Hinteren Schulgasse mehrere Mülltonnen. Das Feuer verursachte einen geringen Gebäudeschaden und die Kellerräume mussten belüftet werden.
Der Tag verlief dann ruhig, doch kaum war es dunkel geworden wurden die Helfer wieder alarmiert. Starker Rauchgeruch in der Sigmund-Farber-Straße. Letztendlich konnte auch von den Kameraden und der Polizei der Geruch wahr genommen werden, eine Ursache konnte aber nicht ermittelt werden. Die Vermutung lag nahe, daß sich ein Zündler rumtreibt und dieser wohl so stümperhaft gearbeitet hat, daß der Brand wieder von allein erloschen ist.
Grad als man den Verdacht hatte der Zündler - sollte es einen gegeben haben - hat aufgegeben, brannte zwei Tage später am Durchgang des Bahnhofs ein Mülleimer.

Zum Monatsende hin, mußten einige Kameraden einbrechen. Aus einem wegen Modernisierungsmaßnahmen leer stehenden, fensterlosen Altstadthauses war die ganze Nacht Katzenjammer zu hören. Anwohner nahmen daraufhin Kontakt mit der Feuerwehr auf. Das gesamte Haus wurde durchsucht. Eine Katze konnte jedoch nicht aufgefunden werden. Die Einbrecher zogen sich nach zweistündigem Beutezug allerdings beutelos zurück.

 
 
Mai (12 Einsätze)

Ein Großaufgebot an Rettern rief eine vermisste Person im Bereich des Bezirkskrankenhaus Engelthal auf den Plan. Die Feuerwehren aus Engelthal, Hersbruck, Offenhausen, Henfenfeld und Kruppach, die Bergwacht Lauf/Hersbruck sowie verschiedene Hundestaffeln durchkämmten bei Nieselregen das Klinikgelände, angrenzende Wälder und Wiesen. Die Suche wurde in der Nacht abgebrochen.
Auf der B14 mußte eine Ölspur abgebunden werden.

 
Und schon wieder mussten sich die Helfer ins Handwerk des Einbrechens versetzen. Diesmal jedoch in einen PKW. Unter unglücklichen Umständen hatte sich ein zweijähriger im Auto seiner Eltern eingesperrt.

Trotzt allen Bemühungen und mit materieller Unterstützung der angerenzenden Firmen, entschloß man sich, auch aufgrund dessen, dass der zweijährige inzwischen bitterlich weinte, die hintere Seitenscheibe einzuschlagen. ...zum Bericht

 
Eine schnelle Sache war der Brand eines Müllcontainers in Außenbereich der Fackelmanntherme.

Unter Atemschutz löschte ein Trupp das Feuer und die Kameraden konnten kurz darauf wieder einrücken.

Einen Schrecken erzeugt die Vorstellung, daß bei einem Unfall mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug oft große Massen und für den Stadtbewohner auch meist ungewohnte Technik anzutreffen ist. Solche Gedanken schossen den Kameraden sicherlich auch am 12.Mai durch den Kopf. „Unfall mit landwirtschaftlichem Fahrzeug, Person ist unter Fahrzeug eingeklemmt“. Das kann vom Kleinschlepper bis zum Vollernter alles sein. Doch grad in Düsselbach angekommen, bestätigte sich die Meldung, daß der Fahrer bereits gerettet werden konnte. ...zum Galeriebericht

Nach dem die Kameraden einen Wohnungstüre für den Rettungsdienst öffnen mussten und eine Ölspur beseitigt hatten, kam wieder so eine Alarmierung, welche die Anspannung schlagartig ansteigen ließ.
Feuer im Haus Weiher.

Vor Ort bestätigte sich tatsächlich eine starke Rauchentwicklung im Kellerbereich des Behindertenwohnheims. Die Pflegekräfte hatten vorbildlich reagiert, die Bewohner ins Freie verbracht und sämtliche Brandschutztüren waren verschlossen. Der Brand war schnell und ohne großen Schaden abgelöscht. ...zum Bericht

Am späten Samstagabend des 22.Mai wurde das Spezialistenteam der FF Hersbruck für Höhlenunfälle alarmiert. Höhlenrettung ist eigentlich die Aufgabe der Bergwacht Bayern mit ihren Höhlenrettungswachen. Die Feuerwehr Hersbruck und die Bergwacht Lauf/Hersbruck pflegen sehr enge freundschaftliche Kontakte. Die Höhlengruppe der Feuerwehr Hersbruck ist inzwischen voll mit in die Höhlenrettungswache der Bergwacht Lauf/Hersbruck unterstützend integriert.

 
Das dies wunderbar funktioniert, zeigte auch wiedereinmal die gelungene Personenrettung aus der Bismarckgrotte. In gewohnter, beispielhafter Zusammenarbeit haben die Höhlenretter der Höhlenrettungswache BW-Lauf und der Höhlengruppe der Feuerwehr Hersbruck zusammen einen erschöpften Vater mit seiner 12-jährigen Tochter aus der Bismarckgrotte zwischen Neuhaus und Achtel gerettet. Eine Zeitabsprache des Höhlengängers war rettend!
...zum Bericht
 
Juni (14 Einsätze)

Am zweiten Tag des neuen Monats mußte ein brennender Mülleimer in der Nürnbergerstraße abgelöscht werden.

Sicherlich denkt sich jetzt der Eine oder Andere, naja ein Mülleimer..kleine Sache, kaum einer Erwähnung wert.
Doch grad an diesem kleinen Einsatz kann man beispielhaft darstellen, was selbst hinter so einem „Kleineinsatz“ steckt. Es war ein Donnerstagabend.
Was macht man so an einem Donnerstagabend.
Die Jüngeren sind evtl. beim Sportverein am Training oder sind auf dem Weg sich mit Freunde zum Weggehen zu treffen. Der junge Familienvater ist grad erschöpft von der Arbeit gekommen, freut sich auf seine Frau, Kinder und Abendessen. Andere sind grad auf dem Weg Getränke zu holen. Die Tochter muss vom Reitstall abgeholt werden, am Haus muß was gemacht werden und und und, eben der ganz normale abendliche Alltag.
Und dann…
Der Meldeempfänger piepst und das nicht aus irgendeinem Grund, sondern weil jemand ganz Spezielles, die Hilfe von der Feuerwehr braucht. Die Feuerwehr ist aber nicht irgendwas, sondern ist jeder einzel
ne Kamerad.
Wenn man Glück hat versteht man die Durchsage, viele sind da aber bereits in der der abschirmenden Garage oder noch im Treppenhaus wo meist kein Empfang ist. Klar man könnte auch warten und versuchen zu hören was passiert ist. Doch ist oft die Meldung nicht immer das, was einen erwartet nicht selten weil der Anrufende vor Aufregung wichtiges vergessen hat oder ihm kaum Informationen zu entlocken waren.
Und stellen sie sich einmal vor an ihrer Hauswand brennt ganz „banal“ nur ein Mülleimer.
Der Familienvater sagt sich, Mensch ich bin so kaputt und habe meine Frau und die Kinder noch gar nicht richtig gesehen, daß sollen heute mal die anderen Kameraden machen.
Doch der andere Kamerad ist evtl. grad mit Frau und Kind in Nürnberg beim Shoppen und der nächste grad beim Fußballtraining und hört seinen Meldeempfänger nicht. Der Nächste kommt nicht weil er seine Tochter nicht stundenlang am Reitstall stehen lassen will, wieder ein Anderer möchte die Partytour mit Freunden nicht verpassen
Und sie stehen da und müssen zusehen, wie sich der Mülleimerbrand in ihr Isolationsmaterial frißt und  die Hauswand beginnt bereits zu brennen und der beißende giftige Rauch durch das gekippte Fenster ins Kinderzimmer dringt

Und die Kameraden haben sich wie immer ohne lang zu überlegen sofort zum Helfen entschlossen und alles andere liegen und stehen zu lassen. Sie wissen meist gar nicht was sie erwartet, versuchen irgendwie so schnell als möglich ins Gerätehaus zu kommen. Haben Schilder auf den Fahrzeugdächern um dies kenntlich zu machen. Doch passiert etwas sind sie auch nur ganz normale Verkehrsteilnehmer, also heißt es abzuwägen.
Am Gerätehaus angekommen schlupfen sie in ihre Schutzkleidung. Egal ob im weißen Hemd, in heller Hose oder im Fußballdress.
Alles andere kennt man dann ja aus den Einsatzberichten, und dann…?
Was ist wenn die Helfer dann wieder zurück kommen ins Gerätehaus?
Die Gerätschaften müssen wieder einsatzklar gemacht werden. Dabei spielt es keine Rolle ob die Frau mit dem Essen und die Tochter am Reitstall warten oder die Umkleide des Sportheims gleich abgesperrt wird und die Freunde endlich zur Partytour los wollen.
Die Atemschutzgeräte müssen wieder mit neuen Flaschen bestück werden. Neue, frische Masken müssen auf die Fahrzeuge verstaut werden, die nassen Schläuche müssen raus und durch gerollte Neue ersetzt werden.
Das Notstromaggregat muss nachbetankt werden und der fahrzeugeigene Löschtank muß mit Wasser gefüllt werden. Die dreckige Schutzkleidung wird abgelegt. Aus dem weißen Hemd ist ein nach rauch stinkendes, verschmutztes, verschwitztes Etwas geworden. Die helle Hose sieht nicht anders aus.
Seit der Alarmierung ist inzwischen über eine Stunde vergangen, doch unsere Freundinnen und Freunde, Frauen und Kinder, aber auch die Verwandten und Bekannten kennen das. Und sie tragen es zum Wohl der Allgemeinheit mit. Sie wissen zwar meist gar nicht was eigentlich los ist, aber sie gehen selbstverständlich davon aus, daß man bald wieder gesund heimkommt. Das Essen wird warmgestellt, die Kinder bleiben noch so lange es geht wach, die Fußballkameraden haben die Tasche ins Gerätehaus gefahren, die Freunde haben ihre Partytour nach hinten verschoben, der Opa hat seine Enkelin vom Reitstall abgeholt, der Nachbar hat Getränke mitgebracht, die Frau freut sich schon auf die zusätzliche Wäsche und und und.
Und es war nur ein banaler Mülleimer!


An dieser Stelle möchten wir uns bei all denen bedanken die uns im „Hintergrund“ so sehr unterstützen!
Bei 150 Einsätzen im Jahr, fast jeden zweiten Tag, Jahr für Jahr und nicht wenige schon weit über 25 Jahre!

Zurück zum Jahresbericht..


Die Pegnitz wird touristisch immer mehr erschlossen. Auch dafür muß die Feuerwehr gerüstet sein. Gleich zweimal im Juni mußten sie Bootsfahrern aus ihrer misslichen Lage helfen. Da scheinbar ein Hinweisschild über die verbotene Durchfahrt entweder verwittert oder entfernt wurde, waren die Touristen über das Hindernis an der ehemaligen Gewürzmühle überrascht. Sie retteten sich selbst an Ufer. IhreBoote aber verkeilten sich an den Stützpfeilern des ehemaligen Mühlrads. Der Wasserdruck war zu groß um sich selbst zu helfen.
Mit schwerem Hebezeug konnte die Boote geborgen werden. ...zum Bericht

Zwischen denbeiden Wochenenden, an denen sich Kanus verkeilten war ebenfalls ein fast schon zur Tradition gewordenener Einsatz am Wasser. Entenrettung. Die Jahre zuvor mußten die Enten nur beim Spazierengehen auf der Ostbahnstraße eingesammelt werden. Dieses Jahr allerdings riefen Helferinnen einer Orthopädischen Praxis in der Nürnbergerstraße die Feuerwehr um Hilfe. Die Küken sind in die, auf dem Parkplatz befindliche Regenablaufrinne gefallen und man bekäme sie nicht wieder heraus.

Schließlich konnte die ganze Familie eingefangen werden und in der Nähe des Eisweihers am Pegnitzufer freigelassen werden. ...zum Bericht

Ein Bombenfund in Haimendorf rief die Spezialisten der Unterstützungsgruppe für die örtliche Einsatzleitung zum Einsatz. Die Bombe lag glücklicherweise nicht im bewohnten Gebiet. Sodaß keine größeren Tätigkeiten durch die Feuerwehr oder Evakuierungsmaßnahmen notwendig waren.


Leider nicht immer hilft die oft so nützliche Spezialausstattung. Als Mitte des Monats ein 83-jähriger Mann in einen Brunnenschacht gestürzt war. Er konnte zwar schnell von der Feuerwehr gerettet werden, leider konnte der Notarzt nach Reanimationsversuchen aber nur noch den Tod feststellen.

Ihren schützenden Dienst erledigte die Brandmeldeanlage im Wohnstift an der Spitalkirche. Der detektierte Rauch kam aber glücklicherweise nur durch angebrannte Bratwürste zustande. Der Küchenbereich wurde kurz mittels Hochdrucklüfter entraucht und die Feuerwehr konnte nach kurzer Zeit wieder einrücken.

Für große Aufregung sorgte ein „Feuerschein“ in Hohenstein. Zwar war bei der Leitstelle in Nürnberg ein Sonnwendfeuer gemeldet worden, der Anrufer aber war fest davon überzeugt, daß es sich von seinem Blickwinkel um einen Dachstuhlbrand im Ortskern handele. Kreisbrandrat, Kreisbrandinspektor und die Feuerwehren aus Kirchensittenbach, Hersbruck, Hohenstein und Wallsdorf setzten sich in Bewegung.
Nach kurzer Zeit wurde dem Kreisbrandrat über Telefon mitgeteilt, daß es sich doch nur um das anfänglich vermutete Sonnwendfeuer handle. Die Alarmfahrt der anrückenden Einheiten wurde daraufhin abgebrochen. Führung und die Ortswehr fuhren dennoch zur Kontrolle an. Als sie sich der Ortschaft Hohenstein näherten, wurden aber auch sie von dem übergroßen Feuerschein des Sonnwendfeuers getäuscht und meldeten daraufhin wieder an alle auf der Heimfahrt befindlichen Einheiten, sofort umdrehen und Einsatzstelle anfahren. "Scheune in Vollbrand". Letztendlich, als man dann vor Ort war und die tatsächliche Lage erkundet hatte, lies man die Einheiten erneut abbrechen… nur ein Sonnwendfeuer!

Nicht zuletzt wegen diesem Einsatzverlauf möchten wir Sie bitten, sich unserer Notrufstipps zu Herzen zu nehmen ...hier geht´s zu den Tipps

Am 28. Juni hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hersbruck einen ganz besonderen Einsatz. In Ehrenformation verabschiedeten sie ihren Ehrenkommandanten Kurt Pawelke nach 44 Dienstjahren in den Ruhestand.

Von 1967 bis 2011 leistet Kurt Pawelke 44 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Um dies in einem festlichen Rahmen zu würdigen waren die Kameraden, die Seniorengruppe, die Kreisbrandinspektion sowie Stadträte und Bürgermeister Ilg, der ebenfalls seinen Dank aussprach zu einer feierlichen Ehrenformation angetreten.
Die Stadtmusik Hersbruck spielte die Ehrenserenade für den sichtlich ergriffenen 63-jährigen.

Danke für dein Wirken, für deine Kameradschaft und immer loyale Zusammenarbeit, verabschiedete Kommandant Uwe Holzinger den 63-jährigen Ehrenkommandant der Feuerwehr Hersbruck, Kurt Pawelke. "An deinem letzten Arbeitstag, endet für dich und für uns eine ganz besondere Beziehung", fuhr er fort.
Ebenfalls ein Dankeschön ging an seine Familie, die durch ihr Verständnis dies alles erst ermöglicht hat. ...zum Bericht

 
 
Juli (7 Einsätze)

Ähnlich wie in Hohenstein handelte es sich auch bei der Alarmierung nach Reichenschwand zum Feuerschein am Schloss um ein Sonnwendfeuer. Die anwesende Feuerwehr Reichenschwand konnte sofort Entwarnung geben.

Nur einen Tag später wieder eine Meldung mit Feuerschein. Den Kameraden fiel es schwer überhaupt noch an die Ernsthaftigkeit zu glauben, doch sie rückten motiviert davon Anderen zu helfen, wie immer aus.
Diesmal aber war es eine lange Nacht. Zwischen Ellenbach und Leutenbach brannte ein etwa 600 Raummeter großer Lagerholzplatz lichterloh.

 

Nach ca. zweistündiger Löscharbeit und einem geschätzten Wassereinsatz von 15.000 Liter Wasser konnte ein Teil des Holzlagerplatzes vor den Flammen gerettet werden. Stundenlag wurden mittels eines Greifarms Stämme abgeräumt. Die restlichen, bis in den Vormittag hinein andauernden Löscharbeiten übernahm die Feuerwehr Ellenbach. ...zum Bericht

Nach einer Explosion in Rasch bei Altdorf, musste die UG-ÖEL auch diesen Monat ausrücken.

 
Es galt hier neben den organisatorischen Aufgaben zur Unterstützung der Feuerwehreinsatzleitung auch Nachforschungen der Kriminalpolizei mittels Gerätetechnik im Kommunikationsbereich vor Ort zu unterstützen und eine Tatortabsicherung zu organisieren.
Aus dem früheren Papierkrieg ist mittlerweile, manchmal auch mit Bedauern, ein hochmodernes Kommunikationszentrum mit eigenen Funk-Telefonnetz, Internetverbindungen, Computer-, Fax und Druckerarbeitsplätzen, Funkplätzen auf mehreren Kanälen und einem extern absetzbaren Multifunktionsgerät(Drucken, Faxen Scannen) mit Mobilfunkanbindung geworden. Zur Bedienung dieser Gerätschaften, aber auch zum Führen von Lagekarten, Einsatzmittelübersichten und Kräfteerfassungen stellt die Feuerwehr Hersbruck einen Teil, der zusätzlich zu ihrer Feuerwehrausbildung spezialisierten Einsatzkräfte.
 
Am 8. Juli wurde die Drehleiter nach Hohenstadt alarmiert. Es galt eine vom Rettungsdienst versorgte Person mittels Drehleitertrage aus dem oberen Stockwerk eines Wohnhauses zu transportieren. Das Treppenhaus war hierfür viel zu eng. Ein Einsatz der jährlich weit über zehn Mal vorkommt.

Ebenfalls so oft werden die Hersbrucker Floriansjünger zu einer sogenannten „Hilflosen Person“ gerufen. So auch am 9. Juli in der Vorderen Schulgasse.
Bei diesen Einsätzen wird ein Unglücksfall vermutet. Entweder nehmen Nachbarn Hilferufe war, der Briefkasten läuft über oder das allabendliche Telefonat mit Verwandten wurde nicht beantwortet.
Mittels Spezialwerkzeug und laufenden Schulungen ist es den Helfern möglich, die Türe für den Rettungsdienst zu öffnen und somit der meist tatsächlich hilfsbedürftigen Person, nicht selten lebensrettende Hilfe zukommen zu lassen.

Mario Hälsig, ein aktiver Feuerwehrmann in Hersbruck vollzieht im Ehrenamt im Auftrag des Landratsamtes den Hornissenschutz. Seine Aufgabe besteht darin, falls notwendig, die naturgeschützten Insekten umzusiedeln oder die „Gefährdeten“ über die tatsächliche Gefährlichkeit aufzuklären und das Nest zu belassen wo es ist. Meist vollzieht er dies völlig unabhängig von seiner Feuerwehrtätigkeit. Doch als das Energieversorgungsunternehmen der Leitstelle ein Hornissennest auf einem Strommasten mitteilt, alarmiert diese gleich die Drehleiter der FF Hersbruck mit. Die Hochspannungsleitung müsse nach längerer Umbauzeit unbedingt wieder ans Netz gehen. Das Hornissennest war noch sehr klein und aufgegeben worden. Es konnte problemlos aus dem freigeschalteten Stromkasten entfernt werden.

 
 
August ( 26 Einsätze )

Der arbeitsaufwendigste Monat August stand bevor.

Und schon gleich zu Monatsanfang kamen die Helfer der Feuerwehren Hohenstein, Kirchensittenbach und Hersbruck, sowie die Kameraden der Bergwacht Lauf/Hersbruck und des Rettungsdienstes stark ins Schwitzen.
Ein Hobbyfotograf war so unglücklich auf einen Fels gestiegen, daß dieser in Rollen geriet und dabei das Bein des Fotografen einquetschte.

Mit vereinten Kräften und hydraulischen Gerät gelang es den massiven Fels soweit Platz zu schaffen damit das eingeklemmte Bein befreit werden konnte. ...zum Bericht

Am Tag darauf mußte wegen eines Verkehrsunfalls auf der B14 in Höhe des Henfenfelder Knoten der gesamte Verkehr an der Anschlussstelle Hersbruck ausgeleitet und durch die Stadt umgeleitet werden. Keine einfache Aufgabe an einem Altstadtfestfreitag.

Wie jedes Jahr rief aber auch das erwähnte dreitägige Altstadtfest eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitswache der ortsansässigen Feuerwehr auf den Plan.
So mußten die Hersbrucker Helfer über 100 Stunden ihrer Freizeit für die Sicherheitswache des Altstadtfestes opfern anstatt mitfeiern zu können. Gut das zumindest keine weiteren Einsätze am Festwochenende waren.

Am darauffolgenden Montag mußte ein Baum der die Happurgerstraße blockierte entfernt werden.

Die beiden Boote der FF Hersbruck sollten bei einem Einsatz in Hohenstadt zum Einsatz kommen. Auf dem dortigen Campingplatz ist ein Kleinkind vermutlich in die Pegnitz gefallen. Der ebenfalls zum Einsatz geeilte Kreisbrandinspektor und die Hohenstädter Kameraden konnten die Lage glücklicherweise schnell abhandeln. Wohl aus Neugierde über das Blaulichtauto kam das Kind, welches sich nur aus Spaß versteckt hatte aus seinem Geheimversteck heraus.

Am späten Abend von Mariahimmelfahrt wurden die Höhlenretter der Höhlenrettungswache Bergwacht Lauf und der Höhlengruppe der FF Hersbruck durch den Einsatzleiter der Bergwacht Forchheim angefordert, um zwei Hunde aus einer Höhle bei Wolfsberg zu retten. Ein Hund konnte dem Herrchen übergeben werden.

 
Selbst nach tagelangen Bemühungen und unter Einbezug weitere Einheiten der Höhlenrettung Nordbayern war der zweite Hund verschollen. Nur tagebauartige Maßnahmen hätten ein evtl.Auffinden und Retten möglich gemacht. Die Rettungsmaßnahmen wurden in Absprache mit dem Herrchen eingestellt. ...zum Bericht
 
Nachdem wiedereinmal die Krankentragenhalterung der Drehleiter zum Einsatz kam, um einer erkrankten Dame in der Grabenstraße den strapaziösen Transport durch das Treppenhaus zu ersparen, wurde noch während dessen ein weiterer Alarm ausgelöst.

„Verkehrsunfall mit landwirtschaftlichem Fahrzeug, Anhänger umgekippt, keine Person eingeklemmt“, lautete die Meldung der Integrierten Leitstelle Nürnberg. Die gesamte, möglichst schonende Bergung zog sich ca. 45 Minuten hin. Nach einer Straßenreinigung und dem Abschluss der Unfallaufnahme der Polizei konnte die Vollsperrung der Staatsstraße nach ca. 1,5 Stunden wieder aufgelöst werden. ...zum Bericht

Zwei Tage später sollte uns wieder ein Traktor begegnen. LKW unter Brücke eingeklemmt.

In der Happurger Straße in Hersbruck war auf Höhe eines Einkaufsmarktes ein Traktorfahrer mit seinem kippbaren Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache mit der Anhängermulde an der Brücke hängen geblieben und verkeilte sich unter der Brücke. ...zum Bericht

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften suchte am 23.August nach einem älteren Herrn, der im Bereich des Baggersees von seiner Frau nicht mehr auffindbar war. Eingesetzt wurden die Feuerwehren Happurg und Hersbruck, sowie der Direktionsdienst und die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Nürnberg, die Wasserwachten aus Hersbruck, Feucht und Weißenbrunn sowie zahlreiche Helfer des Rettungsdienstes und der Bereitschaft Hersbruck.

Trotz intensiver Suche konnte der 72-jährige Neunkirchener nicht aufgefunden werden.
Einige Tage später entdeckte ein Passant dann die Leiche des Mannes treibend im Wasser.In enger, gewohnt kameradschaftlicher Zusammenarbeit mit der Wasserwacht wurde der Leichnam ans Land verbracht. ...zum Bericht 

Noch auf der Rückfahrt von der Leichenbergung, wurde von KBM Weidinger über Funk die Einheiten in die Leutenbachstraße, Abbiegung Seidelbaststraße angefordert. Dort hatte sich ein schwererer Verkehrsunfall mit Fußgängerbeteiligung ereignet, die Polizei bitte um Unterstützung mit Verkehrslenkung.
Eine betrunkene 36-jährige Hersbruckerin hat am Samstagvormittag mit ihrem Pkw in Högen und Hersbruck zwei Unfälle verursacht, in Hersbruck einen 72-Jährigen schwer verletzt und Fahrerflucht begangen. Am späten Nachmittag stellte sie sich der Polizei mit immer noch 2,5 Promille. ...zum Bericht

Eigentlich wollte der Rentner nach dem Einkauf beim Metzger auf der Ostbahn am Samstag um 11.30 Uhr nur wieder in seinen schwarzen BMW steigen. In diesem Moment erfasste ihn der aus der Innenstadt kommende blaue Ford Fiesta. Die Fahrerin flüchtete Richtung Eichenhainstraße, obwohl der Mann schwer verletzt war.

Doch der Tag sollte dienstlich noch nicht beendet sein. Eben grad wieder eingerückt und auf dem Weg nach Hause, kam erneut eine Anforderung. Es musste die Brandmeldeanlage des Krankenhauses überprüft werden, da dort eine Fehlauslösung stattgefunden hatte. Doch dem noch nicht genug wurde eine viertel Stunde später eine Ölspur auf der Zufahrt zur B14 gemeldet. Nicht wenige waren jetzt seit 11:15 Uhr im Dienst. Erst auf dem kalten Wasser, dann im Regen bei der Verkehrsumleitung und jetzt bei Regen und Wind die Ölspur auf nehmen. Gegen 18:00 Uhr durften dann die durchgefrorenen Kameraden ihren Dienst beenden.

Ein Verkehrsunfall mit Einklemmung nach Überschlag bestätigte sich lediglich als Blechschaden. Die Feuerwehr Hersbruck konnte wieder einrücken. Die örtlich zuständige Feuerwehr aus Happurg übernahm noch die Verkehrsabsicherung und Ausleuchtung zur Unfallerfassung durch die Polizei.

Wieder einmal wurde die Drehleiter mit der Spezialhalterung zum Transport eines Rettungsdienstpatienten benötigt. Die Treppe der Dachwohnung war viel zu eng um mit einer Krankentrage einen Patienten herunter zu transportieren.

 
 
September ( 17 Einsätze )

Mit einer spektakulären Meldung begann der September. Scheunenbrand in Happurg. Schnell stellte es sich heraus, daß es sich um einen Fehlalarm handelt.
Die Kameraden waren teilweise noch gar nicht daheim, als es in Albachtal einige Feuerwehren zu überfluteten Kellern alarmierte. Als dann aber auch die Meldeempfänger der Hersbrucker Kameraden piepsten und die Durchsage kam, sinnflutartige Zustände im Albachtal, wußte jeder, daß es was ernsteres war.

Die Straßen glichen Bäche, unglaublich was da an Wassermassen durch die Ortschaften strömte. Schließlich wurde auch die UG-ÖEL für die Koordnierungsarbeit alarmiert. KBI Herrmann übernahm die Einsatzleitung der Feuerwehren Alfeld, Breitenbrunn, Engelthal,Förrenbach, Guntersrieth, Happurg, Hartmannshof, Heldmannsberg, Hersbruck, Hohenstadt, Kainsbach, Lieritzhofen, Offenhausen, Pommelsbrunn, Thalheim und des THW. ...zum KFV-Bericht

Am späten Abend mußte dann die Drehleiter noch tätig werden. An der Stadtkirche war das Dach durch Sturmböen teilweise abgedeckt worden.

Am 4. September mussten dann in Hersbruck einige Wasserschäden beseitigt werden. In einem Cafe in der Martin Lutherstraße stand der Keller unter Wasser. Die Tiefe des Wassers in der Ostbahnunterführung wurde einem Fahrer zum Verhängnis. Sein PKW mußte mit Wathosen und der Seilwinde des Rüstwagens gesichert und heraus gezogen werden. Im gesamten Stadtgebiet verteilt waren einige Gullideckel ausgespült gewesen. Die BRK Ausfahrt musste freigepumpt werden und der dortige Gully von Schlamm und Laub befreit werden. In der Margaretenstraße war ebenfalls ein Keller vollgelaufen. Nach etwa zweistündiger Arbeit konnten die Kameraden wieder nach Hause.

Gleich am nächsten Tag hieß es wieder ab zum Gerätehaus, rein in die Schutzkleidung und los. Diesmal zu einem Verkehrsunfall. Beim Eintreffen der ersten Wehren aus Offenhausen und Engelthal stand ein Pkw VW Scirocco mit dem Heck voran im leicht abgesetzten Straßengraben neben der Kreisstraße und ein Pkw Opel stand in verkehrter Fahrtrichtung auf der Fahrbahn. Der Fahrer des Scirocco wurde in seinem Fahrzeug im Beinbereich durch den Aufprall eingeklemmt und mußte mittels hydraulischen Rettungsgeräts befreit werden. Die Person im anderen Pkw konnte sich selbst befreien und mußte am Straßenrand durch Feuerwehrkräfte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut werden. ...zum Bericht

An den zwei folgenden Tagen mußten die Hersbrucker Kameraden nach Pommelsbrunn und Moorsbrunn um dort wieder einmal einen Patienten des Rettungsdienst mittels Korbtrage der Drehleiter aus oberen Stockwerken zu transportieren.

Manchmal ist es wie verhext. Tagelang absolute Ruhe und dann wieder gibt es ganze Serien von Einsätzen.
Denn wiederum einen Tag später, hieß es „Schwerer VU, eine Person eingeklemmt in Pommelsbrunn am Kreisverkehr“. Insgesamt waren bei dem Unfall vier Personen mittelschwer verletzt, sodaß sich die Feuerwehrsanitäter sofort um die Verletzten kümmerten die teilweise auf der Straße, teilweise in einer angrenzenden Wiese saßen.

Notarzt, Rettungsdienst und der Zugführer der FF Hersbruck nahmen sich einer Fahrzeuglenkerin an, die noch in ihrem Fahrzeug hinter dem Steuer saß. Glücklicherweise war die Dame nicht eingeklemmt und der Notarzt entschied sich aufgrund des Verletzungsbildes dazu, die Dame selbst aussteigen zu lassen. Eine achsengerechte Rettung mit Abtrennen des Dachs und weiteren langwierigen Maßnahmen war nicht nötig. ...zum Bericht

Die Meldung zwei Tage später, daß in Reichenschwand eine Person unter einem Zug eingeklemmt ist, bestätigte sich nicht, sodass die Feuerwehr nicht tätig werden musste. Am selben Tag gegen um 20:55 Uhr, mußte ein Baum der auf die Eichenhainstraße gefallen war entfernt werden.

Wieder zwei Tage später war in der Flurstraße ein Keller voll Wasser gelaufen und mußte ausgepumpt werden.

Ein gemeldeter Scheunenbrand in Kirchensittenbach rief die Feuerwehren Kirchensittenbach, Hersbruck, Aspertshofen, Morsbrunn und Altensittenbach auf den Plan. Der Scheunenbrand entpuppte sich zu einem Fahrzeugbrand in einer Scheune, der von der FF Kirchensittenbach schnell gelöscht war. Die in Bereitschaft stehenden Einheiten konnten nach kurzer Zeit wieder einrücken.

Nach 17 Einsätzen in der ersten Hälfte des Monats, war ab dem 16. September für den Rest des Monats Ruhe.

 
 
Oktober ( 16 Einsätze )

Am 5.Oktober musste in der Wiesenstraße eine Wohnungstüre geöffnet werden, da durch die Decke der darunter liegende Wohnung Wasser tropfte.
Das die Floriansjünger die Kunst des Türöffnens beherrschen mußte sie prompt zwei Tage später erneut unter Beweis stellen. In der Turngasse mußte für eine Betreuerin vom Sozialamt einen Wohnungstüre geöffnet werden. Die Bewohnerin hatte sich zum vereinbarten Zeitpunkt nicht gemeldet. Aufgrund der psychischen Labilität konnten suizidale Absichten nicht ausgeschlossen werden. Die Türe war schnell geöffnet. Doch die Bewohnerin war nicht zuhause. Kellerräume wurden durchsucht. Gerade als man die Brandschutztüre zum Dachboden öffnen wollte, tauchte die Bewohnerin vor dem Haus auf.

Am Sonntagnachmittag wurden die Feuerwehren aus Kirchensittenbach und Hersbruck zu einer Rauchentwicklung in einem Wohnhaus gerufen. Den ersteintreffenden Kräften der Feuerwehr Kirchensittenbach drang Rauch aus einer Fußbodenzwischendecke im Obergeschoss des Einfamilienhauses entgegen. Durch einen Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz wurde der alte Fehlboden durch eine Kettensäge geöffnet. Vorsorglich wurde dazu ein C-Rohr in Bereitstellung vorgenommen.

Es wurden mehrere Glutnester mit Hilfe der Wärmebildkamera der Zwischendecke festgestellt. Gemeinsam wurde mit gezielten Maßnahmen, teilweise unter Atemschutz alle Glutnester aufgefunden und gezielt mit Kleinlöschgerät abgelöscht. ...zum Bericht

 
Nachdem eine fehlausgelöste Brandmeldeanlage wieder zurückgestellt werden mußte, alarmiert die Leistelle Nürnberg die Feuerwehr zu einer Schlange auf dem Fußweg am Jedermannsportplatz.

Sicherheitshalber wurde die Schlange in ein Einwegfaß aufgenommen und zu einer Tierärztin gebracht.

Diese bestätigte den Verdacht, dass es sich um eine außergewöhnlich lange Blindschleiche handelt. Sie wurde außerhalb des Stadtgebiets wieder ausgesetzt.

 
Nach einigen „Hilflosen Personen“ wurden die Helfer am 27. Oktober um 03:18 Uhr aufgrund eines großen Feuerscheins im Wald zwischen Engelthal und Offenhausen aus dem Schlaf gerissen. Letztendlich entpuppte sich der Feuerschein zu einem tatsächlichen Feuer. Allerdings um eine vermutlich illegale Abfallentsorgung. Die Kameraden konnten ohne tätig geworden zu sein wieder einrücken und in ihr Bett kriechen.

Zwei Tage später, beinahe um die gleiche Zeit, ging wieder der Meldeempfänger. Feuerschein im Obermühlweg. Aber auch hier konnten die Kameraden anschließend noch eine Mütze voll Schlaf nehmen. Der Kleinbrand war schnell abgelöscht. Ebenso auch in der folgenden Nacht, als um 02:58 Uhr ein Laubhaufen in der Großviehbergstraße brannte und mehrere Anwohner eine starke Rauchentwicklung meldeten.

 
 
November (11)

Als ein Jugendlicher wohl aus Übermut auf das Dach seines Wohnhauses kletterte und ein Nachbar es für einen Selbstmordversuch hielt, verständigte dieser die Polizei. Die Feuerwehren Happurg und Hersbruck rückten an. Ein spezielles Sprungpolster, welches das frühere Sprungtuch abgelöst hat,ermöglicht es den Hersbruckerneine Person die abzustürzen droht aus bis zu 16m Höhe aufzufangen. Dieses kam jedoch nicht zum Einsatz. Noch vor dem Eintreffen der Hersbrucker Feuerwehr wurde der Jugendliche von der Polizei in Gewahrsam genommen.

Am 10. November wurde wieder das Geschick der türöffnenden Feuerwehr von der Polizei angefordert. In der Ambergerstraße wird in einer verlassenen Wohnung, hinterlassene Tiere vermutet. Schließlich konnten zwei Meerschweinchen, ein Hase und eine leblose Vogelspinne an das Tierheim übergeben werden. Am darauffolgenden Tag stand wiederum eine Türöffnung für den Rettungsdienst in der Wiesenstraße auf dem Programm.

Vermutlich aufgrund einer technischen Störung rückte ein Großaufgebot an Feuerwehr zu einem Brandmelderalarm im Haus Weiher an. Der ausgelöste Rauchmelder konnte nicht mehr aufgefunden werden. So mußte ein großräumiger Bereich im Nebengebäude abgesucht werden. Nachdem nichts festgestellt wurde, konnte die Anlage wieder zurückgestellt werden und die Helfer konnten wieder beruhigt einrücken.

Einige Stunden mehr mußten die Retter von ihrer Freizeit opfern, als am Nachmittag des 22.November ein LKW von der Fahrbahn abkam und sich seinen Fahrzeugtank aufriss. Etwa zwei Stunden später gegen 14:00 Uhr waren die Männer aus Hersbruck wieder von Wallsdorf aus ins Gerätehaus eingerückt.
Um 16:30 Uhr gingen dann die Meldeempfänger wieder. „Wohnhausbrand in Neuhaus am Marktplatz, mehrere Personen werden vermisst.“ Eine Meldung die auch erfahrene Feuerwehrmänner das Adrenalin in die Adern schießen lässt. Bereits auf der Anfahrt kam dann die Entwarnung, Personen sind gerettet. Aufgrund des massiven Brandes wird aber weiterhin die Unterstützung aus Hersbruck benötigt. Drehleiter und Atemschutzgeräteträger werden dringend benötigt. Über zehn Atemschutzgeräteträger aus Hersbruck kamen dann auch zum Einsatz.

Die Drehleiter unterstütze die Löscharbeiten von außen. Auch die Wärmebildkamera leistete bei dem Auffinden von Glutnestern im Fehlboden und den daraus resultierenden Nachlöscharbeiten wertvolle Hilfe. Nach dem Einrücken und dem Aufrüsten der eingesetzten Gerätschaften konnten die meisten, den eigentlich mit ihren Frauen gemeinsamen geplanten Besuch des Elternsprechtags der Hersbrucker Schulen besuchen, allerdings nur noch um Ihre Frauen dort gegen 20:00 Uhr abzuholen. ...zum Bericht

Einige Tage später wurde ein Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen zwischen Förrenbach und Thalheim gemeldet. Glücklicherweise konnten sich die Patienten selbst aus ihren teilweise stark demolierten Fahrzeugen selbst befreien. Nach kurzer Unterstützung für den Rettungsdienst in erster Hilfe mußte nun die Unfallstelle für die polizeiliche Unfallaufnahme ausgeleuchtet werden. Dies übernahmen die Feuerwehren Happurg und Förrenbach, sodaß die Hersbrucker Kameraden wieder einrücken konnten.

Die Besatzung des Nürnberger Schwergewichtigen-Krankentransportwagens forderte am 28. November die Hersbrucker Drehleiter nach. In einem Altbau in Vorra war eine schwergewichtige, bettlägerige Patientin erkrankt und mußte ins Krankenhaus befördert werden. Ob die Holztreppe das Gewicht der Dame, des rettungsdienstlichen Equipement und mehrerer Helfer aushält, war sehr fraglich. Trotz der beengten Verhältnisse und des grenzwertigen Gewichts für die Drehleiterkrankentrage gelang es doch die Patientin schonend aus dem 1.Stockwerk mittels der Drehleiter auf der Straße abzusetzen.

Tags drauf verrauchte ein Kaminbrand in einem bäuerlichen Anwesen in Vorderhaslach das gesamte Gebäude. Mittels Hochleistungslüftern wurde der Rauch aus dem Gebäude gedrückt und an verschiedenen Stellen die Fehlböden eröffnet. Aufgrund der Bauweise und dem auf dem Dachboden eingelagerten Getreide kam es immer wieder zu kleineren Folgebränden. Die Feuerwehr aus Hersbruck konnte am späten Abend einrücken wogegen die Feuerwehr Kainsbach und Happurg die ganze Nacht über Brandwache hielt. Am späten Vormittag des darauffolgenden Tages kam es wieder zu einer stärkeren Rauchentwicklung, weshalb der angerückte Kreisbrandinspektor nochmals die Feuerwehr aus Hersbruck mit Wärmebildkamera und Schlaghämmern anforderte.
Um auch wirklich alle Brandnester ablöschen zu können mußte das tags zuvor verhaltene Öffnen der Fehlböden erweitert werden. Im 1.OG wurde rings um den Kamin der Putz abgeschlagen. Wie vermutet befanden sich dahinter Hohlräume in dem sich glühende Getreidereste befanden. Nach mehreren Stunden Arbeit mit Motorsäge und Schlaghammer konnte die Einsatzstelle zur weiteren Beobachtung an die örtliche Wehr übergeben werden.

 
 
Dezember ( 11 Einsätze )

Als ein Schüler der Hersbrucker Realschule sein Federmäppchen so ungeschickt durch einen Raum schleuderte und dieses dann den dortigen Handdruckmelder auslöste wurde auch die Feuerwehr alarmiert. Die Sachlage war schnell geklärt und die Floriansjünger konnten schnell wieder einrücken.

Ein Gefahrgutunfall bei Velden löst einen mehrstündigen Einsatz der Feuerwehren aus Velden, Neuhaus, Hersbruck, Altdorf, Pfaffenhofen der Werkfeuerwehr Eckart-Werke und der FF Plech (Lkr. BT) aus.

Erfolgreich beendet konnte eine Vermisstensuche nach einer 70-jährigen Altensittenbacherin werden. Sie konnte von einem Fußtrupp im Suchgebiet aufgegriffen werden. Insgesamt waren über 100 Helfer von Feuerwehr, Wasserwacht und BRK-Rettungshunde sowohl zu Fuß, wie auch mit Booten auf der Pegnitz im Einsatz. ...zum Bericht

Nachdem es in der Gabelsbergerstr. ein Dach abgedeckt hatte und im Citypark Kartonagen auf eine heiße Herdplatte gelegt wurde und die daraus resultierende Rauchentwicklung die Brandmeldeanlage auslöste hatte, war es bis Weihnachten ruhig.

Am 29. Dezember gegen Mitternacht holte das grausame Geräusch des Meldeempfängers die Kameraden aus den Federn. Wohnhausbrand, Adlerstraße in Hohenstadt.
Bereits schon auf der Anfahrt auf der B14 – oft wird ins Pegnitztal die B14 gewählt, um Unfälle im innerstädtischen Verkehr zu vermeiden und die Bewohner Hersbrucks so wenig wie möglich durch Martinshörner zu belästigen – war im Ortskern von Hohenstadt ein Feuerschein zu sehen.
An der Einsatzstelle angekommen, wurden sofort Atemschutztrupps ins Gebäude geschickt, es wird immer noch eine Person vermisst, hieß es. Nachdem aber auch die Gefahr von Rauchgasdurchzündungen bestand, war es für die Trupps besonders gefährlich. Sie mußten zeitgleich schnellstmöglich die ihnen unbekannten Räumlichkeiten durchsuchen, durften dabei aber nie den sichtversperrenden heißen Rauch zu sehr aufheizen lassen. Nach kurzer Zeit meldete ein Trupp „Person gefunden, Person ist ansprechbar, aber bewusstseinsgetrübt, Person wird ins Freie gerettet.“ Das ist das Größte was einem Feuerwehrmann an Lob entgegengebracht werden kann. Das Gefühl jemanden selbst das Leben gerettet zu haben. Hunderte von theoretischen und praktischen Ausbildungsstunden, Gerätekunde, Flashovertraining, all das hat man aus der Motivation genau für diesen Moment gemacht.
Das Feuer konnte auf zwei Zimmer und den östlichen Teil des Dachstuhls beschränkt werden.
Gegen fünf Uhr kamen die Hersbrucker Kameraden erschöpft nach Hause. …zum Bericht

Noch am selben Tag um die Mittagszeit, mußte dann als 155ér Einsatz – Nur 2007 wurden ebenfalls 155 Einsätze abgeleistet – mit der Drehleiter am Hirtenmuseum lose Firstziegeln befestigt werden. Die Gefahr für den Verkehr und Fußgänger sei zu akut.

Die Feuerwehr Hersbruck wünscht Ihnen fürs Jahr 2012, daß Sie nie unsere Hilfe benötigen!

Das Presseteam der Feuerwehr Hersbruck möchte sich herzlich für die gute Zusammenarbeit bei der Hersbrucker Zeitung, dem KFV-Onlineteam und dem Internetbüro der Leitstelle Nürnberg, sowie Allen, die im vergangenen Jahr zur Berichterstattung auf unsere Homepage beigetragen haben bedanken.
Ganz besonders möchte ich mich als Webmaster für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bei Florian Gerhard und Markus Schmidt bedanken.Sie haben einen erheblichen Teil an Berichten und Fotos beigetragen.