28.06.2011 - Kurt Pawelke mit Ehrenformation entlassen

 

Hersbruck - 16.07.1967 Die Mannschaft der Feuerwehr Hersbruck ist angetreten zur Übung. Zuvor wird ein 19-jähriger junger Mann vom Kommandant Jakob Neuberger in die Feuerwehr Hersbruck aufgenommen.


Hersbruck - 28.06.2011 Die Mannschaft der Feuerwehr Hersbruck ist in Ehrenformation angetreten. Kommandant Uwe Holzinger verabschiedet Kurt Pawelke nach 44 Jahren Dienst in allen Ehren.

Von 1967 bis 2011 leistete Kurt Pawelke 44 Jahre ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Um dies in einem festlichen Rahmen zu würdigen waren die Kameraden, die Seniorengruppe, die Kreisbrandinspektion sowie Stadträte und Bürgermeister Ilg, der ebenfalls seinen Dank aussprach zu einer feierlichen Ehrenformation angetreten.


Im Namen aller angetretenen Kameradinnen und Kameraden der Führungsdienstgrade der Feuerwehr Hersbruck, der Kreisbrandinspektion, sowie aller angetretenen Senioren bedankte sich Uwe Holzinger bei Ehrenkommandant Kurt Pawelke. "Danke für alles, was Du in Deinem Leben für uns –die Feuerwehr Hersbruck- und für alle unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger getan hast."

 
 
 
Norbert Winkler, Vorsitzender des Feuerwehrvereins überreichte dem 63-Jährigen im Namen aller Aktiven symbolisch für eine Wanderausrüstung einen Stock mit Beutel.
 

Die Stadtmusik Hersbruck spielte die Ehrenserenade für den sichtlich ergriffenen Ehrenkommandanten.

Ich bin gerührt, überrascht und sprachlos", erklärte der nunmehrige"Feuerwehrmann im Ruhestand".

Ein herzliches Danke sprach Kurt seiner Famile aus. Besonders seiner Ehefrau, die 35 Jahre lang sein Engagement als Retter immer unterstützt hat und natürlich seinem Sohn, der als aktiver Feuerwehrmann als Fackelträger neben Ihm stand.

Zum Schluß durfte Kurt Pawelke viel Glückwünsche, von all seinen Kameraden, KBR Thiel, KBI Herrmann, Manfred Woller (BRK) und Bürgermeister Robert Ilg, zweite Bürgermeisterin Brigitta Stöber und Stadträten entgegen nehmen.Danke für dein Wirken, für deine Kameradschaft und immer loyale Zusammenarbeit, verabschiedete Kommandant Uwe Holzinger den 63-jährigen Ehrenkommandant der Feuerwehr Hersbruck, Kurt Pawelke. "An deinem letzten Arbeitstag, endet für dich und für uns eine ganz besondere Beziehung", fuhr er fort.
Ebenfalls ein Dankeschön ging an seine Familie, die durch ihr Verständnis dies alles erst ermöglicht hat.

 
 
Kurt Pawelke

Kurt Pawelke trat am 16.07.1967 als 19-jähriger in den Dienst der Feuerwehr Hersbruck unter der Leitung von Kommandant Jakob Neuberger ein.
Das Jahr des 100-jährigen Bestehens der Feuerwehr Hersbruck. Aber auch ein Jahr in dem sich die Feuerwehr wandelte.
Zum 100-jährigen erhielt die Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 und es wurden die ersten vier Pressluftatmer angeschafft. Unter vielen anderen das Arbeitsfeld, welches sich Kurt bis zum Schluss als KBM Atemschutz, Gefahrgut und CSA-Ausbildung widmete.
In seiner 44-jährigen Dienstzeit war die Feuerwehr in drei Gerätehäusern beheimatet. Er diente unter fünf 1.Kommandanten, fünf Kreisbrandinspektoren und drei Kreisbrandräten.
Er erlebte anfangs ein 12 Jahre altes Tanklöschfahrzeug, ein sieben Jahre altes LF8 Borgward und eine vier Jahre junge DL25, damals teilweise noch ohne Funkgeräte.

Nicht zuletzt auch sein Verdienst, dass er heute die Wehr u.a. mit einem HLF 16/12; einer modernen DLK 23-12 und einem 2009 beschafften LF20/16, allesamt mit FMS-Technik ausgestattet verlässt. Er war maßgeblich an der Beschaffung von 14 Feuerwehrfahrzeugen für die Stadt Hersbruck beteiligt.

1979 übernahm er das Amt des Jugendwarts, wurde ein Jahr später zum KBM ernannt und gleich wieder ein Jahr später erklärten ihm seine Kameraden das Vertrauen und wählten ihn zum zweiten Kommandanten unter der Leitung von Johannes Kopp.

1983 musste er zusammen mit den Kameraden, dass bis heute mit einsatzreichste Jahr seit dem Aufzeichnungen geführt wurden bewältigen. Neben den ca. 50 Mittwochsübungen und den damals noch abgehaltenen 12 Hauptübungen am Wochenende musste dieses Jahr 142mal ausgerückt werden.

1986 wählten dann die Aktiven der Feuerwehr Kurt Pawelke zu Ihrem 1.Kommandanten. Dieses Amt behielt er bis zum Jahr 2003.

1987 konnte er und seine Jugendwarte eine der stärksten Jugendgruppe im Landkreis mit ca. 20 Mitgliedern vorweisen, zu dieser Zeit sehr außergewöhnlich, da andere Vereine Probleme mit der Jugendwerbung hatten.

1989 wurde unter seiner Führung die Sirenenalarmierung abgeschafft und komplett auf Meldeempfänger gesetzt.

1991 Ein weiteres Highlight war die 125 Jahrfeier. Von einer der größten Fahrzeugschauen die es weit und breit je gab, über einen standesgemäßen Festkommers bis hin zum großen Festzeltbetrieb mit einem riesigen Festzug, lies sich die Wehr feiern.

1994 fand für Kurt Pawelke inzwischen der zweite Umzug in ein neues Gerätehaus statt. Bereits 1972 zog er mit der Mannschaft vom  alten Stadthaus in die Rudolf Wetzerstraße ein. Nun ging es von dort zum neuen Standort an der Ostbahnstraße. Für den es ihm auch gelang einen hauptamtlichen Gerätwartposten bei der Stadt durchzuringen. Ein neues Haus und neue Regelungen, unter seiner Leitung hielten die Frauen Einzug in der FF Hersbruck.

Bis 2003 formte er nicht nur die Geschicke der Wehr sondern auch die unter seiner Führung dienst tuenden Feuerwehrfrauen und -Männer. Aus seiner "Hand" sind neben fachkompetenten  Feuerwehrkameraden auch Kreisbrandrat und Kreisbrandinspektor entsprungen.

2009 erhielt Kurt das Steckkreuz des Feuerwehrehrenzeichens des Freistaates Bayern.Kurt Pawelke wurde für seine 23-jährigen Amtszeit als Kommandant der großen Stützpunktfeuerwehr Hersbruck und für seine Tätigkeit als Kreisbrandmeister geehrt.

Seit 30 Jahren ist er im Nürnberger Land als Kreisausbilder für Atemschutzgeräteträger eingesetzt und erreichte dabei einen hohen Sicherheitsstandard bei den von ihm Ausgebildeten. „Diese Leistungen und sein kameradschaftliches Verhalten machen ihn zu einem herausragenden Vorbild, insbesondere auch für die Feuerwehrjugend“, sagte Regierungspräsident Bauer bei der Ehrung.

Bis zu seinem letzten Arbeitstag am 28. Juni war Kurt Pawelke ein geschätzter Kamerad und Freund.

Uwe Holzinger verabschiedete ihn mit den Worten, " Wenn Du morgen Deinen Schlüssel abgeben wirst, so bekommst Du umgehend diesen wieder zurück, da wir Dich mit sofortiger Wirkung zu unserem Archivar bestimmen, der die Geschichte der Feuerwehr Hersbruck für die Nachwelt dokumentieren wird."